Indische Waschnüsse

In Indien und Nepal ist die Waschnuss (Sapindus Trifoliatus) schon seit Urzeiten als pflanzliches Waschmittel im täglichen Gebrauch.

Ursprünglich ist der Waschnuss-Baum in Südindien beheimatet, doch heutzutage findet man ihn über ganz Indien verbreitet. Der Waschnussbaum wächst gewöhnlich bis zu 15 m in die Höhe und an der Krone bis zu 1,50m in die Breite. Die Blätter werden zwischen 12 und 30 cm lang. In den Monaten März/April ist der Baum mit weißen Blüten geschmückt. Die Ernte der Früchte (Waschnüsse) findet September/Oktober statt. Die reifen Nüsse haben eine goldene Farbe und sind klebrig. Durch Lagerung trocknen die Nüsse; ihre Farbe verändert sich in ein rötliches Braun und die Klebrigkeit lässt nach.

Nach der Ernte werden die Waschnüsse geknackt. Die Schalen werden sorgfältig getrocknet und in Stoffbeuteln verpackt. Der innere schwarze Kern ist weder für Verzehr noch zum Waschen geeignet. Die Schalen hingegen haben wertvolle Inhaltsstoffe, die sich hervorragend zum Wäschewaschen eignen. Sie enthalten den Stoff Saponin, der ähnlich wie Seife wirkt. Sobald die Waschnuss-Schalen mit Wasser in Berührung kommen geben sie eine seifige Lauge ab.

Wie wird mit Waschnüssen gewaschen?
Bunt- und Kochwäsche 30 – 90 Grad, Wolle und Seide. Der Geruch der Wäsche ist völlig neutral. Bei 30°C-Wäsche können die Waschnüsse ohne weiteres ein zweites Mal verwendet werden, sie dürfen jedoch nicht antrocknen. Nach der Wäsche entfernen Sie die Waschnüsse und entsorgen Sie diese über den Kompost. Ist die Wäsche stark verschmutzt, dosieren Sie etwas höher, vor allem bei 30°C-Wäsche.


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